Als Online-Händler müssen Sie sich nicht nur ständig um neue Produkte und ausgefallene Marketing-Aktionen kümmern, Ihre Kunden rund um die Uhr betreuen und präzise logistische Prozesse definieren und umsetzen. Sie müssen sich auch durchgängig mit der Optimierung Ihrer Shop-Seiten beschäftigen, wenn Sie dauerhaft gute Ergebnisse erzielen und den Anschluss an die Konkurrenz nicht verpassen wollen. Während Ihre Aktivitäten in Sachen Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing vor allem das Ziel verfolgen, mehr Besucher in den Shop zu leiten, dient die Optimierung der eigentlichen Internetseiten der Erhöhung Ihrer Conversion-Rate. Hiermit ist ein Prozentwert gemeint, der Auskunft darüber gibt, wie viele Ihrer Besucher im Shop auch tatsächlich einen Einkauf tätigen. Es versteht sich von selber, dass Ihnen selbst Tausende an täglichen Besuchern nichts nutzen, wenn keiner der Verbraucher auch tatsächlich etwas bei Ihnen kauft. In diesem Moment wären die Zeit und das Geld, das Sie in die Gewinnung neuer Besucher investieren, völlig verschwendet.
Eine zu niedrige Conversion-Rate ist immer ein Kennzeichen dafür, dass in Ihrem Shop etwas nicht stimmt. Doch wie schätzt man ein, ob die eigene Conversion hoch genug ist und wie ermittelt man diesen Wert überhaupt? Die Berechnung der Conversion-Rate ist sehr einfach. Teilen Sie hierzu einfach die Anzahl erfolgreicher Verkäufe durch die Zahl an Besuchern und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100. Natürlich müssen sich Besucher- und Verkaufszahlen auf denselben Zeitraum, also etwa einen Tag, eine Woche, einen Monat oder ein Jahr beziehen. Das Ergebnis dieser einfachen Berechnung liefert Ihnen eine erste Einschätzung über Ihre aktuelle Shop-Performance. Wenn die Conversion-Rate bei mindestens einem Prozent liegt, in der Praxis tätigt also zumindest jeder 100. Besucher auch tatsächlich einen Einkauf, dann sprechen Experten immerhin von einer ausreichenden Performance. Der Durchschnitt aller Online-Shops erreicht eine Conversion von 2,13 Prozent und sehr erfolgreiche Marktführer im E-Commerce bringen es auf bis zu zehn Prozent.
Nachdem Sie Ihre eigene Conversion-Rate berechnet haben, können Sie also bereits grob einschätzen, wo Ihr Internet-Unternehmen aktuell steht. Noch wichtiger: Sie können jetzt auch ein klares Ziel definieren, welche Conversion Sie in einem Monat, einem Quartal, einem halben oder einem ganzen Jahr erreichen wollen. Führen Sie sich hierzu zwei einfache Tatsachen vor Augen: Wenn Sie momentan eine Conversion-Rate von einem Prozent erreichen, dann bedeutet die Steigerung um nur einen einzigen weiteren Prozentpunkt bereits eine Verdopplung Ihrer bisherigen Umsätze. Außerdem ist die Conversion nichts anderes, als der Gegenwert zu Ihrer Abbruchquote. Um also die Conversion-Rate von einem auf zwei Prozent zu steigern, müssen Sie nur einen weiteren von 100 Besuchern davon abhalten, seinen Einkauf vorzeitig abzubrechen.
Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, sollten Sie sich vor Augen führen, an welcher Stelle im Einkaufsprozess Sie die meisten Ihrer Kunden verlieren. Hier hilft uns die Statistik weiter, die besagt, dass 44,54 Prozent aller Online-Kunden den Einkauf während der eigentlichen Produktauswahl abbricht. Sie können also mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Sie fast die Hälfte aller Kunden verlieren, während sie gerade eine Ihrer Produktseiten betrachten.
Das Online-Magazin INTERNETHANDEL hat sich in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 115, Mai 2013) mit der Optimierung von Produktseiten in Online-Shops beschäftigt und will interessierten Internet-Verkäufern im Rahmen einer umfangreichen Titelstory das Handwerkszeug zur deutlichen Steigerung der Conversion-Rate zur Verfügung stellen. Hierzu werden insgesamt 21 Elemente benannt, beleuchtet und besprochen, die eine optimale Produktseite ausmachen. In Kombination mit gründlichem Hintergrundwissen und vielen Praxistipps erlernt der Leser, wie er mit der bestehenden Besucherzahl im Shop deutlich mehr Umsatz machen kann.
Dies ist ein Gastbeitrag von Sebastian Huke, INTERNETHANDEL Web Trend Media.
Die deutsche Gründerszene boomt, wie noch nie zuvor. Jedes Jahr drängen unzählige Gründer und Jungunternehmer mit ihren Geschäftsideen an die Märkte und versuchen die Herzen der Verbraucher für ihre Konzepte zu gewinnen. Leicht haben es die Entrepreneurs dabei nicht gerade. Sie stehen nämlich nicht nur vor der schwierigen Aufgabe, ihre theoretischen Ideen und Gedanken in die Praxis umzusetzen, tragfähige Firmen aufzubauen und sich selber in die Rolle des Unternehmers einzufinden. Sie müssen zusätzlich, um überhaupt beginnen zu können, das erforderliche Startkapital aufbringen und nicht wenige scheitern an dieser komplizierten Aufgabe, noch bevor die selbständige Existenz überhaupt begonnen hat. In dieser Situation ist man dringend auf Unterstützung angewiesen. Mit dem einfachen Gang zur eigenen Hausbank ist es nämlich heute lange nicht mehr getan. Die Geldinstitute sind alles andere als begeistert, wenn es um die Finanzierung neuer Marktideen geht. Wer hier nicht gerade aus vermögenden Verhältnissen stammt oder überzeugende Sicherheiten vorweisen kann, der hat bei den Geschäftsbanken eher schlechte Karten.
Wer gibt sich nicht von Zeit zu Zeit dem Traum von der beruflichen Selbständigkeit hin. Einmal den Bürostuhl mit dem Chefsessel zu vertauschen, sich frei und kreativ zu entfalten, die Unabhängigkeit des Unternehmertums zu genießen und zudem noch höhere Einkünfte zu erzielen: Die Vorzüge der Selbständigkeit liefern gute Gründe, sich näher mit diesem Thema zu beschäftigen. Wären da nur nicht die zahlreichen Risiken und Unwägbarkeiten, die den Großteil unserer Zeitgenossen letztlich doch davon abhalten, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen, alles auf eine Karte zu setzen und die Gründung eines eigenen Unternehmens mit mutigen Schritten in Angriff zu nehmen. Doch muss die berufliche Selbständigkeit wirklich grundsätzlich mit hohen Risiken verbunden sein? Droht dem Gründer beim Scheitern seines Unternehmens unbedingt der soziale und wirtschaftliche Abstieg? Eine interessante Alternative zum Unternehmertum per Vollzeit liefert hier eine unerwartete Lösung. Die Rede ist von einer nebenberuflichen Selbstständigkeit, die vor allem im Bereich Online-Handel für immer mehr Gründer zum Mittel der Wahl wird.
Was geht Ihnen als erstes durch den Kopf, wenn Sie den Begriff Online-Marketing hören? Vermutlich denken Sie an horrend teure Konzepte von selbst erklärten Experten, deren Erfolge sich nicht konkret messen lassen. Vielleicht gehen Ihnen auch unverständliche Ausführungen von Marketing-Gurus in bestem Fach-Chinesisch durch den Kopf, die von Meeting zu Meeting eilen, um sich arrogant und wichtigtuerisch vor allem selber zu inszenieren. Wenn Sie so über Online-Marketing denken, dann befinden Sie sich zumindest schon einmal in guter Gesellschaft. Ein Großteil der kleinen und mittleren Online-Händler pflegt eine ausgeprägte Aversion gegen alles, was mit diesem Thema zu tun hat und die Beweggründe für diese Abwehr sind mehr als verständlich. Allerdings verzichten entsprechend eingestellte Internetunternehmer auf die Wahrnehmung wertvoller Chancen in Bezug auf die