Selbständig in zehn einfachen Schritten: Die DropShipping Anleitung

Geld Verdienen mit der Traffic-Formel

Der Internet-Handel per DropShipping befreit Gründer und angehende Unternehmer von einer ganzen Reihe an finanziellen Verpflichtungen, Kosten und Arbeitsschritten. Anstatt Verkaufsprodukte im Vorfeld selber einzukaufen, werden diese beim jeweiligen Lieferanten belassen und im Falle von Bestellungen direkt von dort aus an den Endkunden versendet. Entsprechend aufgestellte Unternehmer benötigen also weder ein sonderliches Startkapital noch ein eigenes Lager oder entsprechendes Logistikpersonal. Außerdem bleibt ihnen im Arbeitsalltag ausreichend Zeit, um sich um ihr Sortiment, ihre Kunden und um die Vermarktung ihrer Angebote zu kümmern. Obwohl sich eine Gründung im Bereich DropShipping deutlich einfacher vollzieht als im vergleichbaren klassischen Online-Handel, sind aber auch hier bestimmte Regeln, Schritte und Reihenfolgen einzuhalten, um die Erfolgsaussichten zu optimieren und das Risiko des Scheiterns zu reduzieren.

Wie in jedem anderen Geschäftsbereich beginnt die Planungs- und Vorbereitungsphase auch hier mit der Entwicklung einer zündenden Geschäftsidee. Hierin wird vor allem festgelegt, welche Produkte an welche Zielgruppen verkauft werden sollen. Es hat sich in der Praxis bewährt, wenn angehende Unternehmer bei der Entscheidung für einen bestimmten Verkaufsbereich ihre eigenen Interessen, Fähigkeiten, Kenntnisse oder Hobbys in den Vordergrund stellen. Die erleichtert dauerhaft die Motivation und hilft zudem dabei, in Bezug auf das Sortiment und die Bedürfnisse der Kunden die richtigen Entscheidungen zu treffen. Im nächsten Schritt muss die Geschäftsidee anhand harter Kriterien und Maßstäbe kritisch überprüft werden. Durch eine konzentrierte Recherche im Web wird ermittelt, ob es ein ausreichend großes Verbraucherinteresse an dem geplanten Bereich gibt und ob nicht bereits zu viele andere Händler im anvisierten Segment aktiv sind. Ist das Interesse möglichst groß und ist die Konkurrenz möglichst klein, dann kann es an die konkrete Umsetzung gehen.

Als DropShipping-Händler ist man in starkem Umfang von der Leistungsfähigkeit und der Zuverlässigkeit seiner Lieferanten abhängig. Deshalb muss die Auswahl geeigneter Hersteller, Großhändler oder Importeure mit großer Sorgfalt erfolgen. Sind potenzielle Handelspartner gefunden, dann geht es an die Überprüfung der einzelnen Unternehmen. Testbestellungen und intensive Gespräche helfen dabei, einen zutreffenden Eindruck von den möglichen Lieferanten zu gewinnen und die Entscheidung zu treffen, ob ein Partner in den Pool der angeschlossenen Zulieferer aufgenommen wird oder nicht. Sind passende Lieferanten gefunden und qualifiziert, dann müssen optimale Konditionen ausgehandelt werden. Diese beziehen sich nicht ausschließlich auf den reinen Einkaufspreis, auch wenn dieser besonders wichtig ist. Zusätzlich kommt es auf die angebotenen Serviceleistungen, die Kosten für Abwicklung und Versand, die Verfügbarkeit von automatischen Schnittstellen und den konkreten Umgang mit Rücksendungen und Reklamationen durch Endkunden an.

Im nächsten Schritt muss nun noch ein überzeugendes Vertriebskonzept erarbeitet werden. Wo sollen die Waren konkret angeboten werden? Zur Auswahl stehen dabei der eigene Online-Shop, übergreifende Marktplätze wie eBay oder Amazon, Preissuchmaschinen oder auch Social Media Möglichkeiten wie der direkte Verkauf von Produkten auf Facebook. Hier sollte man sich als Gründer durchaus von quantitativen Überlegungen leiten lassen, denn an je mehr stellen im Web die angebotenen Produkte sichtbar und verfügbar sind, desto besser sind auch die Verkaufsaussichten.

Sind all diese Arbeitsschritte erledigt, dann kann es an die offizielle Anmeldung des eigenen Unternehmens bei Gewerbe- und Finanzamt gehen. Der Gewerbeschein bildet die Voraussetzung dafür, überhaupt handeln zu dürfen. Die Steuernummer ist erforderlich, um Rechnungen mit ausgewiesener Umsatzsteuer erstellen zu können. Nachdem diese Formalitäten erledigt sind, kann es nun eigentlich mit dem Handel losgehen. Benötigt wird jetzt lediglich noch ein geeigneter Online-Shop, der wahlweise gekauft, gemietet oder kostenlos genutzt werden kann. Hierbei sollte man vor allem darauf achten, dass die enthaltenen Verbrauchertexte rechtssicher gestaltet sind, da ansonsten Abmahnungen oder rechtliche Auseinandersetzungen mit Kunden drohen. Sobald der Shop ausgewählt, eingerichtet und rechtssicher gestaltet wurde, kann der DropShipping-Unternehmer damit beginnen, seine Angebote per Marketing und Werbung aktiv bekannt zu machen.

Das Online-Magazin INTERNETHANDEL hat sich in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 105, 07/2012) ausführlich mit dem Thema DropShipping beschäftigt und bietet seinen Lesern eine Fülle an gut recherchierten und marktgerechten Informationen über das innovative Handelskonzept. Vorteile werden hier ebenso behandelt wie Risiken und mögliche Fehlerquellen. Praktische Tipps von Experten helfen bei der Auswahl und der Pflege des eigenen Lieferanten-Stammes und viele Hinweise, Ratschläge und Tipps erleichtern interessierten Gründern den Einstieg in den Verkauf von Produkten per DropShipping.

Dies ist ein Gastbeitrag von Sebastian Huke, INTERNETHANDEL Web Trend Media.

Suchbegriffe für diesen Artikel:

Leave A Comment...

*