Do. Nov 26th, 2020

Staatliche Fördermittel in der Übersicht: Ein Wegweiser für erfolgreiche Existenzgründung

Im März 2010 hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforderung (ZEW) eine Studie vorgelegt, die sich mit den Gründen für das Scheitern junger Unternehmen in Deutschland beschäftigt. Die umfangreiche Untersuchung wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Auftrag gegeben und bezieht in ihre Forschung insgesamt 3.000 Unternehmen ein, die innerhalb des Zeitraums von 2006 bis 2009 geschlossen wurden. Die gute Nachricht vorweg: Rund 75 Prozent aller Neugründungen in Deutschland überstehen die ersten Jahre ihrer Tätigkeit erfolgreich. Selbst 70 Prozent der geschlossenen Unternehmen ist es während der ersten Jahre nach Gründung gelungen, die Gewinnphase zu erreichen. Dies spricht dafür, dass marktfremde Konzepte und unrealistische Vorstellungen der Gründer eher selten sind. Kommt es zur vorzeitigen Schließung eines jungen Unternehmens, so sind vor allem zwei Gründe hierfür verantwortlich: Zum einen sind es die Unternehmer selber, die sich angesichts von Arbeitslast und Stress überfordert sehen oder die sich im eigenen Unternehmen nicht angemessen bezahlt fühlen. Zum anderen ist es die mangelnde Startfinanzierung, die viele Unternehmen frühzeitig in die Knie zwingt.

Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, sollten sich angehende Unternehmer sehr detailliert mit ihrem künftigen Arbeitsumfeld, mit den bestehenden Anforderungen und mit den Verdienstmöglichkeiten in der Startphase der Selbständigkeit beschäftigen. Das Unternehmertum verlangt dem Gründer viel Engagement ab und die Bezahlung ist während der Frühphase sicher nicht immer leistungsgerecht. Wer sich hier vor dem Beginn der Selbständigkeit ein realistisches Bild verschafft, der vermindert das Risiko, die Anforderungen unerwartet nicht erfüllen zu können. In Bezug auf die Startfinanzierung der jungen Unternehmen stellt sich die Situation zunächst komplizierter dar. Die Studie kommt hier zu dem Ergebnis, dass lediglich 4 bis 10 Prozent der Unternehmen über eine solide Bankfinanzierung verfügten. Der größte Teil, hier mit 40 bis 50 Prozent angegeben, finanzierte sich ausschließlich aus dem Cash-Flow, während die restlichen Unternehmen von den wirtschaftlichen Mitteln des Unternehmers abhängig waren. Viel zu selten wurden hier staatliche Fördermittel zur Existenzgründung genutzt. Diese stehen angehenden Unternehmen im Rahmen verschiedener Programme zur Verfügung. Bei den Fördermitteln handelt es sich zum einen um monatliche Zuschüsse für den Gründer, der so in die Lage versetzt wird, während der ersten Monate für seine Familie und sich sorgen zu können. Zum anderen stehen aber auch staatlich geförderte Kredite zur Verfügung, die exakt auf die Anforderungen und Bedürfnisse junger Unternehmen abgestimmt sind.

Die Gründe für die vergleichsweise seltene Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Viele angehende Unternehmer sind einfach nicht ausreichend darüber informiert, das ihnen eine entsprechende Unterstützung zusteht. Andere wiederum scheuen die bürokratischen Hürden, die mit der Beantragung verbunden sind oder wollen nicht den Gang zu ihrer Agentur für Arbeit antreten, die einige der Fördermittel verwaltet. Um das Informationsdefizit zu mindern und um Gründer und angehende Unternehmer zu Beantragung der staatlichen Fördermittel zu ermutigen, beschäftigt sich das Online-Magazin Auktionsideen, welches regelmäßig Tipps zum Geld verdienen im Internet liefert, in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 85, November 2010) mit den Möglichkeiten zur staatlichen Förderung von Existenzgründungen in Deutschland. Hierbei werden Programme wie der Gründungszuschuss, das Einstiegsgeld oder das Gründercoaching Deutschland detailliert vorgestellt. Der Leser erfährt alles über die Voraussetzungen zur Beantragung, die Höhe und die Dauer der Leistungen und die geltenden Antragswege. Darüber hinaus stellt das Magazin ausgewählte Programme vor, innerhalb derer der Staat den Existenzgründern Förderkredite zu besonders günstigen Konditionen zur Verfügung stellt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.