Do. Nov 26th, 2020

Mein erstes Jahr als Internet-Marketer

Teil 1 – Die Lern- und Leidenszeit

Ende Oktober 2009 ging´s los: Mit wenig bis gar keinen Vorkenntnissen habe ich meine ersten Projekte gestartet. Ich hatte einige Zeit recherchiert und herausgefunden, dass digitale Produkte und Blogs der Renner sind. Aufgrund fehlender technischer Kenntnisse habe ich mich entschlossen zwei fertige Projekte bei eBay zu steigern: Einen bereits mit eBooks beladenen Shop mit der Domain www.1-ebooks.de und einen auf der Blog-Software Serendipity aufgebauten Blog mit der Domain www.tiefpreise-blog.de. Mit enthalten waren auch zwei eBooks des Verkäufers, wie man die Webseiten bewerben sollte um für Besucher zu sorgen.

Weiter habe ich bei Strato (würde ich nicht mehr tun, ist nun auch gekündigt) ein Webhosting-Paket erstanden mit 3 Domains: anton-neumair.de (bis heute ohne Inhalt), ebuch-shop.eu (hier entstand ein weiterer eBook-Shop, aus anderer Quelle erstanden mit anderen Inhalten) und digi-products.de, welche mit dem DIGIbux Contentpublisher (ist nicht mehr erhältlich) bestück wurde.

Auf der letzten Domain habe ich zusätzlich zwei Subdomains eingerichtet: ebookblog.digi-products.de, wo ich mit der Bewerbung von kostenlosen und kostenpflichtigen eBooks begann und nebenverdienst.digi-products.de, der ersten Version dieser Seite, welche vor einiger Zeit zur neuen Domain www.nebenverdienst-blog.de transferiert wurde.

Ein eigenes (naja, fast eigen) Produkt habe ich ebenfalls unter autoresponder.ebuch-shop.eu an den Start gebracht. Dabei habe ich für eine englische Software “Media Autoresponder” die Master-Reseller-Rechte (MRRR) erworben, eine deutsche Anleitung erstellt und diese beiden zusammen über das Affiliate-Netzwerk Digibux angeboten. Meine anfängliche Begeisterung ist hier nachzulesen.

Dem noch nicht genug: Durch das Verschenken von eBooks Geld verdienen war ein weiteres Projekt meinerseits. An sich ist die Idee ein guter Ansatz, aber aufgrund fehlender Erfahrung schlecht von mir umgesetzt.

Es gab mit Sicherheit noch weitere Projekte, welche ich aber erfolgreich aus meinem Gedächtnis löschen konnte, so dass sie hier nicht mehr genannt werden müssen.

Einnahmen:

Bis Ende 2009 konnte ich nur Einnahmen über Google Adsense erzielen, welche nie ausbezahlt wurden, da mein Konto Anfang 2010 seitens Google deaktiviert wurde. Also null Einnahmen.

Die Gründe:

Fehlende Erfahrung: Ich hatte keine Ahnung, wie man eine Webseite optimiert oder bewirbt. Backlinks, Social Bookmarks oder Twitter waren damals Fremdwörter für mich. Die bei den Projekten mitgelieferte Literartur stellte sich als hoffnungslos veraltet heraus und konnte mir diesbezüglich nicht weiterhelfen, genauso wenig wie weitere Informationen aus dem Netz oder gekaufte Ratgeber.

Mangelnde Recherche: Hierbei ist nicht der Zeitaufwand gemeint, sondern das “Wie”. Das Google Keyword Tool war mir damals so wenig bekannt wie professionelle Lösungen a la Market Samarai. So habe ich einfach nur Produkte angeboten, von denen ich glaubte, dass diese benötigt werden ohne zu wissen, ob es wirklich Menschen gibt, die diese Lösungen wirklich wollen.

Mangelnde technische Skills: Mit der Blog-Software Serendipity kam ich nie wirklich zurecht, genauso auch mit der Shop-Software. Die Webseiten wurden inzwischen auf die WordPress-Software umgestellt, die mir wesentlich besser liegt. Durch die riesige sowie agile Community und unzähligen Informationen zu WordPress lässt sich zu so gut wie jeder Frage eine Antwort finden und dies meist sogar sehr schnell. Hätte ich von Anfang an auf WordPress und seine riesige PlugIn-Auswahl gesetzt, hätte ich sicher schneller Erfolge erzielen können.

Blauäugigkeit: Geblendet von leeren Versprechungen diverser Verkaufsseiten ging ich die ganze Sache mit einer falschen Erwartungshaltung an. Aus heutiger Sicht weiß ich, dass ein Geschäft auf Internet-Basis einem “Offline”-Unternehmen sehr ähnlich ist und dementsprechend auch ähnlich aufgebaut werden sollte.

In Kürze folgt Teil 2 – Wendepunkt und Erste Erfolge.

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