Do. Nov 26th, 2020

Teil 2 – Wendepunkt und Erste Erfolge

Nachdem die ersten Monate mit dem Ausprobieren verschiedener Ideen vergingen, unternahm ich im Dezember 2009 die Schritte, die mich schon bald auf die Erfolgsspur führen sollten.

Ich kaufte das Digibux Auto-Blog-Plugin (ist zwischenzeitlich nicht mehr erhältlich) und installierte es auf zwei meiner Blogs. Eigentlich war es dazu gedacht – wie der Name schon verrät – Verkäufe über das Netzwerk von Digibux zu generieren. Dies blieb jedoch die Ausnahme (bis dato noch keine 20 Verkäufe). Obwohl das Plugin relativ primitive Posts erzeugt (Einzeiler und Links zum Angebot sowie ein “Seitenvorschau-Bildchen”), fing einer der Blogs plötzlich an, gut in den Suchmaschinen zu ranken (= gute Ergebnisse zu erzielen).

Weiter habe ich den Kurs The Affiliate Code von Michael Jones (wurde seither nicht überarbeitet und ist daher nicht mehr empfehlenswert) erstanden und – zumindest den größten Teil daraus – umzusetzen versucht. Dies war mein erster Kontakt mit dem Netzwerk von Clickbank.com. Erfreut stellte ich fest, dass auch deutsche Angebote enthalten waren und diese anscheinend mit Erfolg verkauft wurden. Ich stellte zwei Produkte von Jason Alexander (Wie du eine Ex-Freundin bzw. deinen Ex-Freund zurückgewinnen kannst) in meine Blogs Mitte Dezember 2009 ein und konnte mich Anfang Januar 2010 über meinen ersten Verkauf freuen.

Ein funktionierendes System war gefunden. Natürlich begann ich umgehend damit die anderen deutschen Produkte zu bewerben. Bei den meistverkauften wie “Sexy ohne Diät” oder dem “Fettverbrennungsofen” leider ohne Erfolg. Es blieben aber noch einige Produkte, die nicht so stark beworben wurden und die ich erfolgreich vermitteln konnte.

So konnte ich mich Anfang März (Bei Clickbank müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein ehe eine Auszahlung erfolgt) über meinen ersten Scheck freuen. Und zwei Wochen später gesellte sich der zweite, wesentlich höhere Scheck dazu.

Ab Anfang Mai konnte ich dann regelmäßige und weitestgehend nachvollziehbare Einkünfte durch meine Affiliate-Tätigkeit aufweisen. Bei Clickbank konnte ich dann auf direkte Überweisung aufs Bankkonto umstellen und musste nicht mehr 5-10 Tage auf das Eintreffen der Schecks warten.

Durch Zufall habe ich dann bei meinem Projekt Tiefpreise-Blog.de eine Provision erhalten. Ich da nur sehr sporadisch gepostet. Sobald man aber sieht, dass etwas klappt, kommt die Motivation automatisch. So habe ich dieses Projekt auch weiter ausgebaut und kann mich auch hier über regelmäßige Einnahmen im mittleren dreistelligen Bereich freuen.

Ebenfalls im Dezember 2009 meldete ich mich bei einem amerikanischen Kurs für Internet-Marketing (kann mich nicht mehr an den Namen erinnern) an und wurde dort mit dem Thema Auto-Blogs konfrontiert. Wie die Amerikaner nun mal sind, brachte der Mann die Vorgehensweise in Webinars mit Schritt-Für-Schritt-Anleitung (“over my shoulder”) mit großer Begeisterung rüber. Ich konnte darauf nicht mehr an mich halten und musste diese Idee umsetzen.

Zeitgleich unternahm ich meine ersten Schritte im Warriorforum.com. Dort fand ich einen Anbieter, der einen komplett vorinstallierten Auto-Blog inklusive der nötigen Plugins zu einem überraschend günstigen Preis anbot. Mit eingeschlossen war das Recht die enthalten Plugins und Premium-Themes für WordPress auf beliebig vielen Domians installieren zu können. Ich nahm das Angebot an und hatte eine Woche später meinen ersten Autoblog (in englischer Sprache).

Mit diesem Wissen begann ich dann eine “Armee” deutscher Auto-Blogs einzurichten. Auch diese bescheren mir regelmäßige Einnahmen, die allerdings im sehr überschaubaren Rahmen liegen. Das ganze Konzept dieser Lösungen ist auf den englischsprachigen Raum ausgerichtet (man übernimmt Artikel aus amerikanischen Artikel-Verzeichnissen und stellt sie als Blog-Post ein) und daher nicht 1:1 auf den deutschen Markt umzusetzen. Da diese Artikel fehlen, wird der Inhalt meiner deutschen Auto-Blogs von den Suchmaschinen als nicht hochwertig (vorsichtig ausgedrückt!) eingestuft. Ich habe diesbezüglich schon sehr viel an Tipps und Tricks ausprobiert. Nichts hat aber dauerhaft Besserung gebracht. Ich gebe mich jedoch noch nicht geschlagen und glaube daran, dass ich noch das “gewisse Etwas” finden werde, welches auch diese Projekt zum Erfolg werden lässt.

Ich hoffe, dass ich mit meiner Geschichte den ein oder anderen Mitstreiter ein wenig Mut machen kann. Wie ihr seht, war es für mich auch nicht unbedingt ein leichter Weg ein erfolgreiches Internet-Geschäft ins Leben zu rufen. Und – um ehrlich zu sein – ich bin mir auch jetzt noch nicht 100% sicher wie stabil das Ganze auf längere Zeit läuft. Aber es macht mir Spaß und ich bin auch gerne bereit weiter zu lernen. Nach wie vor kaufe ich mir neue Produkte und Ratgeber, die spezifische Lösungen anbieten. Es ist nicht alles Gold was glänzt, aber meist sind brauchbare Tipps zur Umsetzung mit dabei. Oberflächliche Ratgeber gebe ich jedoch umgehend zurück.

Meine Erkenntnis aus dieser Zeit ist: Geduld, Ausdauer und Fleiß sind die notwendigen Tugenden, die man in diesem Geschäft unbedingt braucht um erfolgreich zu sein. Ich habe auch viele Produkte getestet, die große Umsätze bei geringem Zeitaufwand suggerieren, nichts davon hat funktioniert. Gier und Neid sind die größten Feinde des Internetmarketers, die ihn ins Verderben stürzen werden. Lass anderen Mitstreitern ihren Erfolg und versuch nicht deine Kunden zu übervorteilen oder gar über den Tisch zu ziehen. Dies wird früher oder später auf dich zurück kommen. Und, im Gegensatz zum “Offline-Leben”, das Internet vergisst nichts.

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